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Infos zum Hersteller Skoda

Skoda, 1895 als Laurin & Klement gegründet, gehört zu den ältesten Unternehmen seiner Branche gehört. Der Maschinenbaukonzern Škoda kaufte 1925 die durch den Ersten Weltkrieg geschwächte Gesellschaft auf und wurde 1945 verstaatlicht. Seit 1991 gehört Škoda Auto zur Volkswagen AG.

Das Unternehmen wurde am 18. Dezember 1895 vom Buchhändler Václav Klement und dem Schlosser Václav Laurin in Mladá Boleslav gegründet. Laurin war Gesellschafter der Firma Kraus & Laurin in Turnov, die Fahrräder reparierte. 1905 wurden die ersten Automobile gebaut, zuerst das Voiturette mit einem 1100 cm³ wassergekühltem sieben PS starkem Zweizylinder und kurze Zeit später der Typ B mit neun PS und 1395 cm³. 1907 folgten die Typen B2 mit 2278 cm² und 10 PS und der Typ C, ein Taxi mit 12 PS.

Václav Laurin wurde technischer Direktor und Václav Klement leitete die 1907 gebildete L&K-Aktiengesellschaft als Generaldirektor. Damals nahm das Werksgelände von L&K bereits 16.700 Quadratmeter ein und in den folgenden zehn Jahren sollte es noch auf eine Größe von 31.000 Quadratmetern anwachsen. Schon bald bot die Firma neun verschiedene Fahrzeugmodelle, von der motorisierten Familienkutsche über den Omnibus bis zum Rennwagen, an. 1913 übernahm L&K die Reichenberger Automobilfabrik und produzierte in beiden Werken. Die L&K AG wuchs zum größten Automobilproduzenten des Österreich-ungarischen Kaiserreichs und exportierte in die ganze Welt. 1925 fusionierte L&K mit Škoda aus Pilsen und Václav Laurin war ab sofort, bis zu seinem Tod 1930, technischer Direktor der Škoda-Werke. Der Škoda Popular entwickelte sich zum tschechischen Volkswagen. Während des böhmisch-mährischen Protektorats der Deutschen im zweiten Weltkrieg wurde die zivile Automobilproduktion der Škoda-Werke offiziell eingestellt. Insgeheim arbeitete man jedoch an der Entwicklung zukunftsweisender PKW-Modelle weiter.

Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurden die Škoda-Werke in Mladá Boleslav fast völlig zerstört. Später fand die Entwicklung der neuen PKW-Modelle zentral in Prag statt. In den Nachkriegsjahren, sowie in den Sechzigern und Siebzigern entstanden bei Škoda vor allem populäre, sportliche Kleinwagen, die zu den modernsten PKW Osteuropas zählten. Dazu gehörten der S 1000 MB (MB stand für Mladá Boleslav), der Škoda-Oktavia, der S 100 und der 120 SL. Infolge der politischen Umwälzungen nach 1989 suchte man einen Weg, Škoda weiterhin am internationalen Markt zu etablieren und es kam zum Zusammenschluss mit VW.

Seit dem 16. April 1991 ist Škoda die vierte Marke des Volkswagen-Konzerns. Als weiterer Interessenten hatten sich die Automobilhersteller Renault und BMW angeboten, jedoch erschienen deren Zukunftskonzepte weniger überzeugend als das von Volkswagen. 1991 wurde in Weiterstadt der deutsche Importeur Škoda Auto Deutschland GmbH gegründet und 1995 hundertprozentige Tochtergesellschaft von Škoda Auto, a.s. Durch das Joint Venture mit Volkswagen entstand der Škoda Felicia mit modernem Design.

Aufgrund der Verbindung von Škoda zum Fahrrad unterstützt Škoda den Radsport, seit 2004 unter anderem auch die Tour de France und löste damit Fiat ab. Im Jahr 2008 wurde die neue Modellvariante GreenLine, eine spritsparende Version und das Sicherheitsprogramm ESP serienmäßig eingeführt. Auf dem russischen und ukrainischen Markt konnte Škoda im Jahr 2009 gute wirtschaftliche Zahlen erreichen. Im gleichen Jahr wurden die meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte ausgeliefert, insgesamt waren es 684.226 Fahrzeuge. In China konnte Škoda die Verkaufszahlen im Jahr 2009 um 107 % auf 122.556 Fahrzeuge steigern. In Deutschland wurden 190.717 Autos ausgeliefert, ein Plus von 57,3 %. Heute ist Škoda in über 100 Ländern vertreten.

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